Magisterarbeit
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Pädagogik
Myrthe Niemann
Evaluation der Nachhaltigkeit pferdegestützter Führungs- und Teamtrainings am Beispiel des Seminarkonzepts "Horse-Guided-Education" der G&K HorseDream GmbH. München 2005.
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Die Studie befasst sich mit Zielen, Methoden und Durchführung der Seminare. Dabei wird das Trainingskonzept vor der Folie aktueller didaktischer Empfehlungen analysiert und daraus dessen hypothetischer Wert abgeleitet:
„Durch die theoretische Annäherung und Einrahmung des Untersuchungsgegenstandes sowie der theoretisch begründeten Bewertung konzeptioneller Aspekte des Trainings konnte festgestellt werden, dass Lernziele und Inhalte vermutlich heute und auch in Zukunft für die Zielgruppe bedeutend sind. Da es mit zur Konzeption der Trainings gehört, dass die zu Trainierenden ihre eigenen Lernziele mit ins Training nehmen und/oder jene durch das Training generieren, wird hier neueren didaktischen Überlegungen, welche die Mitbestimmung der Lerninhalte und -ziele und vor allem die Bedeutung einer individuellen Standortbestimmung propagieren, Rechnung getragen.“
Die aus den theoretischen Überlegungen resultierenden Fragen beantwortet der empirische Teil durch die Auswertung und Interpretation der erhobenen Teilnehmer- und Trainerdaten:
Ergebnisorientiert:
1. Welche Lernerfolge bewirkt das Training?
2. Kann im Training Gelerntes in den Alltag transferiert werden?
3. Wie zufrieden sind die Teilnehmer mit dem Training?
Methoden- und durchführungsorientiert:
1. Welche pädagogische Grundhaltung steht hinter den Einstellungen der Trainer?
2. Wie wirksam werden die angewandten Methoden von den Teilnehmern beurteilt?
3. Wie zufrieden sind die Teilnehmer mit ausgesuchten Aspekten des Trainings?
„Auch wenn die Vorstellung, Manager und Mitarbeiter durch das Führen eines Pferdes zu trainieren, einem Außenstehenden seltsam anmuten wird, zeigt der positive Trend der Ergebnisse, dass hier wirksame und anhaltende Trainingseffekte verzeichnet werden.“
Zum Zeitpunkt T3 (sechs bis acht Wochen nach dem jeweiligen Seminar) wurden die praktischen Übungen mit einem Median von 1,5 - auf der Mitte zwischen „außerordentlich“ und „ziemlich“ - als wirksamste Methode eingeschätzt. Alle übrigen Methoden wurden mit 2 (entspricht „ziemlich“) angegeben.
Gefragt nach der motivationalen und emotionalen Befindlichkeit während der Trainings, waren die Teilnehmer im Mittel „immer“ motiviert und „nie“ demotiviert, im Durchschnitt „nie“ lustlos, „oft“ positiv berührt und „nie“ negativ berührt. Die Erwartung an eine Verbesserung aller für die Seminare vorgelegten (sozialen) Kompetenzen wurden im Mittel „mehr als erfüllt“ und auch für einzelne Kompetenzen „mindestens“ erfüllt.
„Im Bezug auf die individuellen Veränderungen nach dem Training wäre es im Rahmen weiterer Untersuchungen von Interesse, die genannten Veränderungen durch die Befragung der Mitarbeiter, Geführten oder Vorgesetzten der Teilnehmer beurteilen zu lassen. Davon ausgehend, dass der Transfer des Gelernten in den Arbeitsalltag ein wichtiger Faktor der Nachhaltigkeit von Weiterbildungsveranstaltungen ist, kann die Nachhaltigkeit der Trainings der G&K HorseDream aufgrund der genannten Ergebnisse diesbezüglich positiv bewertet werden.“
Den Trainern der G&K HorseDream GmbH bescheinigt die Studie einen eindeutigen „ermöglichungsdidaktischen“ Ansatz (im Gegensatz zu einem „erzeugungsdidaktischen“).
Inhaltsverzeichnis
| Einleitung |
6 |
|
1 Begriffliche Klärungen |
9 |
|
1.1 |
Evaluation |
9 |
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1.2 |
Erwachsenenbildung/Weiterbildung durch formelles und informelles Lernen |
10 |
|
1.3 |
Didaktik der Erwachsenenbildung |
12 |
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1.4 |
Führungskräftetraining und Teamtraining |
14 |
|
1.5 |
Zum Begriff "Nachhaltigkeit" |
17 |
|
1.5.1 |
Nachhaltigkeit im Kontext der Weiterbildung |
17 |
|
1.5.2 |
Nachhaltigkeit im Kontext der vorliegenden Arbeit |
19 |
|
2 Fragestellungen der Arbeit |
21 |
|
3 Evaluation des Seminarkonzepts "Horse-Guided-Education" |
22 |
|
3.1 |
Das Unternehmen G&K HorseDream und sein Angebot |
22 |
|
3.2 |
Projektverlauf |
23 |
|
3.3 |
Inhaltliche Schlussfolgerungen |
25 |
|
3.4 |
Methodische Schlussfolgerungen |
27 |
|
4 Theoretische Integration und Bewertung des Trainingskonzepts |
29 |
|
4.1 |
Die Nachhaltigkeit der Lerninhalte und -ziele |
29 |
|
4.1.1 |
Klärung der Qualifikationsanforderungen als Lernziel |
30 |
|
4.1.2 |
Kompetenzanforderungen an Führungskräfte und Teammitglieder |
31 |
|
4.1.2.1 |
Exkurs in die Führungsforschung |
32 |
|
4.1.2.2 |
Der Faktor "Situation" im Bereich der Teamarbeit |
34 |
|
4.1.3 |
Zur Nachhaltigkeit der von G&K HorseDream vorgelegten Lerninhalte und -ziele |
35 |
|
4.1.4 |
Persönliche Anmerkung und Fazit |
41 |
|
4.2 |
Die Nachhaltigkeit des Lernverhaltens |
42 |
|
4.2.1 |
Exkurs zum Begriff "Lernen lernen" |
43 |
|
4.2.2 |
Lernen aus konstruktivistischer Sicht |
45 |
|
4.2.3 |
Systemisch-konstruktivistische Lernarrangements |
46 |
|
4.2.3.1 |
"Perspektivwechsel" in den Seminaren der G&K HorseDream GmbH |
47 |
|
4.2.3.2 |
Das Ermöglichen von "Differenzerfahrungen" |
47 |
|
4.2.3.3 |
"Perturbation" |
48 |
|
4.2.3.4 |
Pferdegestütztes Training als "Refraiming" von Führungs- und Teamprozessen |
49 |
|
4.2.4 |
Didaktische Aspekte und Kriterien erwachsenengemäßen Lernens |
49 |
|
4.2.4.1 |
Didaktische Selbstwahl |
50 |
|
4.2.4.2 |
Didaktische Selbstorganisation |
51 |
|
4.2.4.3 |
Kommunikatives und erfahrungsoffenes Lernen |
52 |
|
4.2.4.4 |
Fachlich-inhaltliche Begründung |
55 |
|
4.2.4.5 |
Außerfachliche Begründung |
56 |
|
4.2.5 |
Warum Pferde? |
57 |
|
4.2.5.1 |
Lernwirkung durch Isomorphie und Metaphorik |
57 |
|
4.2.5.2 |
Das Pferd als Spiegel der Persönlichkeit |
61 |
|
4.2.5.3 |
Aktivierung archetypischer Elemente |
64 |
|
4.2.6 |
Zusammenfassende Bewertung der weiteres Lernen unterstützenden Aspekte des Konzepts |
66 |
|
4.3 |
Transferunterstützung und Transferhindernisse |
67 |
|
4.3.1 |
Grundvoraussetzungen des Lerntransfers von Führungskräfte- und Teamtrainings |
68 |
|
4.3.2 |
Der analogiebegründete Transfer und seine Teilprozesse |
68 |
|
4.3.3 |
Empfehlungen zur Transferunterstützung |
69 |
|
4.4 |
Vorläufiges Resümee zur Integration und Bewertung des Trainingskonzepts |
73 |
|
5. Empirische Bewertung |
75 |
|
5.1 |
Methodologische Vorüberlegungen |
75 |
|
5.2 |
Fragestellungen |
77 |
|
5.3 |
Methode |
78 |
|
5.3.1 |
Evaluationsstichprobe |
78 |
|
5.3.2 |
Untersuchungsdesign |
80 |
|
5.3.3 |
Erhebungsinstrumente |
81 |
|
5.3.3.1 |
Entwicklung der Trainerfragebögen |
81 |
|
5.3.3.2 |
Entwicklung der Teilnehmerfragebögen |
81 |
|
5.3.4 |
Auswertungsmethode |
84 |
|
5.4 |
Ergebnisse |
85 |
|
5.4.1 |
Pädagogische Grundhaltung der Trainer |
85 |
|
5.4.2 |
Wirksamkeit der angewandten Methoden |
86 |
|
5.4.3 |
Motivationale und emotionale Befindlichkeit |
87 |
|
5.4.4 |
Erlebniswert |
88 |
|
5.4.5 |
"Happiness Index" |
89 |
|
5.4.6 |
Lernerfolg |
91 |
|
5.4.7 |
Transfererfolg |
98 |
|
5.5 |
Diskussion der Ergebnisse und der Methode |
100 |
|
5.5.1 |
Methodenkritik |
100 |
|
5.5.2 |
Trainingsmethoden und -durchführung |
102 |
|
5.5.3 |
Der "Happiness Index" |
104 |
|
5.5.4 |
Der Lernerfolg |
104 |
|
5.5.5 |
Der Transfererfolg |
105 |
|
Resümee |
107 |
|
Quellenverzeichnis |
109 |
|
Anhang A Zu Begrifflichkeiten und theoretischen Klärungen |
116 |
|
Anhang B Fragebögen der Teilnehmerbefragung |
125 |
|
Anhang C Der Trainerfragebogen |
157 |
|
Anhang D Vergleich des Trainingsbedarfs mit der Kompetenzerweiterung durch das Training |
169 |
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